Anfänge und Gründung der Berliner Tafel

Aufnahmezeitpunkt: 29.01.2018

 

Vorläufer der Berliner Tafel: New Yorker “City-Harvest”

1993 startete Sabine Werth zusammen mit Berliner Frauen ein bis dato einzigartiges Projekt in Deutschland: nicht verkaufte Lebensmittel von Bäckern und Supermärkten wurden von ihnen in privaten Autos eingesammelt, sortiert und an Bedürftige verteilt. Dabei ging es nicht darum, den Müll der Reichen nach unten weiterzuverteilen, sondern Bedürftigen eine Tafel zu decken, an der sie sich bedienen dürften. Angeregt wurde diese Initiative durch das New Yorker Projekt “City-Harvest”.  

Inzwischen sind Tafeln in so gut wie allen Städten Deutschlands etabliert. Ausgehend von Berlin hat sich damit in der Mitte der 90er Jahre eine der größten öko-sozialen Bewegungen entwickelt. Und im Jahre 2018 ist die Berliner Tafel, wie auch andere Tafel-Initiativen, zu einem professionellen Sozialunternehmen mit Angestellten tausenden Ehrenamtlichen, bürokratischen Abläufen und komplexer Fahrzeugflotte geworden. Das rief unlängst auch Kritiker auf den Plan. Sie klagten über eine “Vertafelung der Gesellschaft” und forderten sogar die Abschaffung selbiger. Tafeln würden, so die Kritiker weiter, der Politik die Dringlichkeit nehmen, Lösungen für Armut zu finden. 

Im Interview spreche ich mit Sabine über die Anfänge der Tafeln, dem Verständnis von Bedürftigkeit an den Ausgabestellen, über Kritik und ihrem Umgang mit der medialen Öffentlichkeit, die von Anfang an Teil der Bewegung war.

Shownotes

Webseite der Berliner Tafel

Möglichkeit zur Spende

U-Tube: Die Anfänge der Berliner Tafel

New Yorker City-Harvest

Kritiker Stefan Selke

Aktion “20 Jahre Tafeln sind genug

Berliner Tafel: Stellungnahme zur Kritik an den Tafeln

Utube: Befördern Tafeln die Armut? Diskussion Sabine Werth mit Stefan Selke – WestArt vom 02.06.13

Dachverband der Tafel

Anerkennung der Berliner Ehrenamtskarte

Deutschlandfunk Kultur: Die Geschichte zur Entwicklung der Nationalhymne